Supermond – Fast erfolgreich…


Vom 27.09. auf den 28.09. war es soweit – Supermond und eine totale Mondfinsternis trafen aufeinander.
Für einen Fotobegeisterten bedeutet das zum einen sehr wenig Schlaf und anderer seits eine Menge Sitzfleisch.

Ich hatte mich erst sehr kurzfristig dazu entschlossen den Mond zu fotografieren. Zunächst wollte ich mir die Mühe gar nicht machen – die Bilder waren die Mühe auch nicht wert, aber dass ich dieses Naturschauspiel beobachten durfte war die Strapazen wert.

Nach einem kurzen Blick auf photopills – eine App für iOS welche mir den Sonnenstand und die Mondposition eines beliebigen Tages oder einer beliebigen Zeit angibt – war mir klar, dass der Mond vor der Haustür nicht wirklich sichtbar sein würde. Also habe ich mir ein etwas abseits gelegenes, noch nicht bebautes, Neubaugebiet als Platz auserkoren.

Nach nur 4 Stunden Schlaf klingelte um 2:00 Uhr der Wecker und ich machte mich schlaftrunken auf den Weg.
Da ich miserabel vorbereitet war hatte ich meinen Rucksack vollgepackt mit allen Brennweiten von Weitwinkel bis Supertele. Also von 18 – 400mm an meiner Cropkamera Pentax K3.
Am Ende habe ich dann nur das Tele von 135mm-400mm genutzt.

Ausgerüstet mit Stativ, einem Dreibeinhocker, der Ausrüstung und Winterklamotten setzte ich mich also auf die Wiese und genoss den Schein des Vollmonds.
Zu dieser Zeit – ca. 02:45Uhr – war der Mond noch voll zu sehen.

Um 03:07Uhr begann sich der Mond zu verdunkeln. Eine Stunde später war er quasi völlig verschwunden und nur noch eine rot glühende Scheibe am Horizont zu sehen.

Bis dahin lief das mit dem Fotografieren fast nach Plan. Leider hatte ich wohl an meinem Stativ die Wechselvorrichtung nicht fest genug angezogen… mein Stativ wackelte permanent etwas nach. Ich habe mich tierisch geärgert, wollte aber auch nichts verpassen und blieb vor Ort. Was merke ich mir? Ausrüstung besser vorher checken! Das passiert mir sicher nicht noch einmal!

So lange der Mond noch zu sehen war, konnte ich recht entspannt fotografieren. Einstellungen: 1/400 f11 Iso 400 und gut war es.
Damit war es in dem Moment vorbei als der Mond rot wurde. Zu dieser Zeit fing es an nebelig zu werden, Objektiv und Kamera wurden immer nasser und der Kontrastautofokus meiner Kamera kapitulierte. Die Verschlusszeit musste verlängert, die ISO nach oben gesetzt und die Offenblende genutzt werden. Das Ergebnis? Enttäuschend. Der Mond war nur noch als roter Klecks am Himmel zu sehen.
Den Fehler vermute ich hierbei bei mir. Ich habe leider keine saubere Einstellung gefunden welche den Mond „einfriert“ – ja, der Mond ist verdammt schnell – und mir trotzdem noch Details liefert.
Kurz habe ich mich geärgert, habe mich aber dann einfach nur an der Natur erfreut und das Spektakel genossen.
Um ca. 04:30Uhr habe ich dann die Segel gestrichen. Müde und durchgefroren machte ich mich auf den Heimweg.
Nach einer warmen Dusche und einem Frühstück ging es mir dann wieder etwas besser.

Die Aktion war zwar kein voller Erfolg, aber gelernt habe ich viel!
Viele Aufnahmen die ich mir vorgestellt habe konnte ich nicht machen, da die Mondposition einfach ungünstig war für meine Bildidee und die Wirkung nicht so gewesen wäre wie ich es wollte – sprich der Mond wäre zu klein und zu hell, während die Stadt darunter zu dunkel geworden wäre.
Außerdem habe ich meine Pentax FluCard zu schätzen gelernt. Eventuell mache ich hierzu und zu Photopills noch einmal einen gesonderten Blogeintrag.

Hier die Bilder die ich auch tatsächlich zeigen möchte:
Viel Spaß damit!

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